Bibelwettbewerb 2020 gestartet

Die Justizministerin Katy Hoffmeister, zuständig auch für Kirchenangelegenheiten, lädt die Schüler*innen des Landes dazu ein, beim 8. Bibelwettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern mitzumachen. Das Motto lautet: „Aufsteh’n, Losgeh’n. Was bewegen.“ In ihren Beiträgen können Schüler*innen zeigen, wie wichtig es ist, aktiv zu werden und sich zu engagieren. Der Wettbewerb findet in drei Alterskategorien von der 1. bis zur 12. Jahrgangsstufe statt.

Anmeldeschluss ist der 30. November 2019, die Beiträge sind bis zum 15. Januar fällig. Im Mai 2020 werden in Neubrandenburg die Sieger*innen des Bibelwettbewerbs gekürt.

Der Religionslehrerverband Mecklenburg-Vorpommern ermuntert Sie, sich mit Ihren Klassen an der Aktion zu beteiligen!

Weitere Infos und den Flyer zur Aktion finden Sie auf dem Bildungsserver MV.

Der Religionslehrerverband stellt sich beim Vokationsgottesdienst vor

Am 5. April erhielten 20 Lehrkräfte in der Stiftskirche in Ludwigslust mit ihrer Segnung und der Übergabe der Urkunden ihre Vokation.

Der Gottesdienst wurde von Oberkirchenrat Daniel Mourkojannis geleitet und Bischof Anreas von Maltzahn hielt eine tolle Predigt. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes wurde von Johann Degel, Bettina Degel und Roland von Engelhardt übernommen und je ein Mitglied aus dem PTI und dem Religionslehrerverband gestalteten den Gottesdienst mit.

Dem Gottesdienst vorausgegangen waren traditionell die gemeinsamen Vokationstage (3.4.–5.4.2019) zum Thema „Weißt Du wer ich bin? Religiöse Identitäten und konfessionslos glücklich im ev. RU in MV“, welche vom PTI geleitet und begleitet wurden.

Im Anschluss gab es im Festsaal einige kürzere Grußworte, kleine Geschenke und anschließend ein großartiges Abendessen, das diesem Tag einen würdigen Abschluss verlieh.

Viele tolle Gespräche wurden geführt und großer Dank ging mehrfach an Petra Wenzel und Stefan Schumacher für die Gestaltung der bereichernden Vokationstage.

Der Religionslehrerverband freut sich über vier neue Mitglieder.

Religionslehrer*innen fragen nach Bedingungen (inter-)religiöser Verständigung

Zum zweiten Mal veranstaltete der Religionslehrerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. den Tag für Religionslehrer*innen in Rostock.

Der ökumenische Tag stand unter der Überschrift „Gemeinsam Sprache finden. RU zwischen Interreligiosität und Konfessionslosigkeit.“ Der Vormittag wurde von Prof. Dr. Harald Schwillus, Professor für katholische Religionspädagogik in Halle,  gestaltet.  Er entfaltete seine These, dass religiöse Sprache eine eigene Logik besitzt und vertiefte diese an Beispielen.

Am Nachmittag wurde das Tagungsthema in drei Workshops weiter erarbeitet. Petra Wenzel (PTI) fragte in ihrem Workshop für Grund- und Förderschulen „Ich schenke Dir ein Licht“ nach Differenzen und Analogien des Symbols Licht in Judentum, Christentum und Islam. Stefan Schumacher (PTI) ging schwierigen Fragen im RU nach. Dabei wurden sehr unterschiedliche Gründe entdeckt, was eine Frage zu einer schwierigen macht und welche Ressourcen Religionslehrer*innen nutzen können, um ihnen zu begegnen.

Prof. Harald Schwillus fragte nach Aufgabenstellungen in Schulbüchern der Sek II und deren Potential für sich als nichtchristlich verstehende Schüler*innen.

 „Das war ein gelungener Tag. Genau die richtige Mischung Theorie, Praxis und Austausch“, gab eine Teilnehmerin als Feedback. Mit fünfzig Teilnehmenden aus ganz MV war die Veranstaltung ausgebucht. Das zeigt, dass wir auf einen guten Weg sind und so wenden wir unseren Blick schon zum dritten „Religionslehrertag“ Ende März 2020 in Rostock.

Fortbildung: Gemeinsam Sprache finden. Religionsunterricht zwischen Interreligiosität und Konfessionslosigkeit

Religiöse Sprachbarrieren gibt es auf allen Seiten. Einerseits verstehen Schüler*innen religiöse Rede kaum noch und anderseits kommen durch die Migrationsbewegung zunehmend Schüler*innen in die Schulen, die eine selbstverständliche Frömmigkeit pflegen, die Schüler*innen wie Lehrer*innen oft fremd ist. Die Tagung fragt danach, wie Verständigungsprozesse initiiert werden können. Für eine Näherung an religiöse Sprache – insbesondere in unterrichtlichen Zusammenhängen – ist es hilfreich, unterschiedliche Dimensionen dieser Sprache zu unterscheiden. Dazu gehören die Inhaltsdimensionen religiöser Sprache ebenso wie die Ausdrucksdimensionen religiöser Sprache und ihre Kommunikationsdimensionen.

In diese führt ein Vortrag am Vormittag ein. Am Nachmittag geben Workshops unterrichtspraktische Impulse.

Freitag 29.03. 2019, 9.30 – 15.30 Uhr
Zentrum Kirchlicher Dienste, Alter Markt 19, 18055 Rostock
Beitrag: 15 EUR (für unsere Mitglieder 10 EUR)
Für einen Mittagsimbiss ist gesorgt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation von Religionslehrerverband Mecklenburg Vorpommern e.V., PTI der Nordkirche, Erzbistum Hamburg und IQ M-V statt und ist als Fortbildung im Sinne des Schulgesetzes anerkannt.

Neugierig geworden? Flyer mit Workshops gibt es hier.

Anmeldung bis zum 18.03. über die Weboberfläche des PTI oder per Mail.

Unmut um neues Schulgesetz

Die Landesregierung bemüht sich um die schnelle Verabschiedung eines neuen Schulgesetzes. Das Gesetz mit dem Ziel, Inklusion besser umzusetzen, ist nicht unumstritten. Auch der Religionslehrerverband Mecklenburg-Vorpommern hat eine Stellungnahme zum Schulgesetz abgegeben, in der wir unsere Bedenken zum gegenwärtigen Entwurf zum Ausdruck bringen. Wir kritisieren z.B.

  • Beim Übergang an das Gymnasium darf nicht allein der Notendurchschnitt am Ende der Orientierungsstufe zählen. In der vorliegenden Fassung des Entwurfs endet Inklusion in der 6. Klasse.
  • Dringend müssen Fort- und Weiterbildungsangebote zur Umsetzung von Inklusion geschaffen werden.
  • Mecklenburg-Vorpommern fehlt es an Ausbildungsmöglichkeiten in den Förderschwerpunkten körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen und Hören.
  • Im Gesetzentwurf enthaltende Sprachregelungen in Bezug auf das vorläufige Bestehen von Förderzentren für Schüler*innen mit besonders ausgeprägtem sonderpädagogischen Förderbedarf sind noch nicht hinreichend präzise definiert.
  • Der zeitliche Mehraufwand, der durch die von uns ausdrücklich befürwortete inklusive Beschulung entsteht, muss in einem veränderten Lehrerarbeitszeitmodell Berücksichtigung finden.

Wir erkennen die Bemühungen des Landes, individuelle Förderung sowie gemeinsames und inklusives Lernen zu fördern an und begrüßen diese Entwicklung ausdrücklich. Der Entwurf des Sechsten Gesetzes zur Änderung des Schulgesetzes ist unserer Ansicht nach jedoch nicht geeignet, dieses Anliegen in der nötigen Konsequenz umzusetzen. Etliche Schritte sind noch nicht konsequent genug gedacht und vorangebracht. Hier wünschen wir uns vom Land mehr Stringenz und Mut zur Veränderung..

Mit diesem Gesetzesentwurf endet Inklusion im Wesentlichen nach der Orientierungsstufe. Wir fordern das Land nachdrücklich auf, auch für die Sekundarstufen ein tragbares Konzept zur inklusiven Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf zu entwickeln. Zweifelsohne bedarf es dafür die Einrichtung von Inklusion als Querschnittsthema in der Ausbildung von Lehrkräften aller Schulstufen und -arten, sowie aller Phasen der Lehrerbildung.

Geanau nachlesen können Sie unsere Stellungnahme hier.