Schuljahresabschluss-Gottesdienst: Meine Zeit steht in wessen Händen?

Rot für die Arbeit, grün für die Familie, blau für Gott und braun für mich selbst – bunte Kartons symbolisieren, womit Tageszeit angefüllt ist.

Geschenke, Schuhe und die Salatschleuder beim Umzug verpackt jeder mal in einen Pappkarton; eine Bachkantate, Frühstück mit der Familie und die Dienstberatung nur beim Gottesdienst für alle „die Schule machen.“

Meine Zeit steht in wessen Händen? Unter dieser Frage versammelten sich Lehrerinnen und Lehrer aus Schulen zwischen Schönberg und Greifswald, um gemeinsam darüber nachzudenken und zu hören, wer und was über die eigene Zeit verfügt – Terminkalender, Schülerschaft und Kollegium, die Familie? Die Gottesdienst-Gemeinde machte sich neu bewusst: Unsere Zeit ist ein Geschenk Gottes.

In ihrem Anspiel stellten Anne Merkel, Lothar Jentzsch und David Ganek mit Pappkartons symbolisch dar, wie sie ihre Wochentage füllen: Der lange Schultag kommt in einen großen, roten Pappkarton, das Frühstück mit der Familie in einen kleinen, grünen Karton. Tage und Terminkalender sind vollgepackt. Wer fühlt sich nicht manchmal erschlagen von all dem, das von einem erwartet wird?

Im Evangelium hörten die Teilnehmenden die Geschichte von Jesus im Haus der Schwestern Martha und Maria. Martha rackert und schuftet in der Küche, Maria sitzt und hört Jesus zu. Als Martha Jesus dafür einspannen will, Maria dazu zu bewegen, ihr zu helfen, antwortet Jesus: „Maria hat das gute Teil erwählt.“ (Lk 10,42) Lesen wir in dem Satz zurecht einen Gegensatz zwischen Hören und Tun, fragte Petra Wenzel in ihrer Predigt, oder liegt nicht im Hören und im Tun ein eigener Wert, der seine rechte Zeit hat? Nicht wir verfügen über unsere Zeit und auch unsere Zeit verfügt nicht über uns. Beides steht in Gottes Händen.

Einladung: Gottesdienst für alle, „die Schule machen“

Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Religionslehrerverband lädt „alle, die Schule machen“, ganz herzlich zum Gottesdienst am Schuljahresende ein. Nehmen Sie sich einen Nachmittag Zeit, mit Ihrer Familie und Kolleg*innen aus vielen Schulen des Landes in Rostock Gottesdienst zum Schuljahresabschluss zu feiern. Im Anschluss sind Sie herzlich eingeladen zu Kaffee und Kuchen und Klönen.

Termin: Sonntag, 16. Juni 2019, 15:00 Uhr
Ort: Der Gottesdienst findet im Saal der Jugendkirche (Obergeschoss des Süd- schiffes) statt. Südseiteneingang an der Petrikirche in Rostock, Alter Markt 1, 18055 Rostock.
Anreise: Straßenbahnhaltestelle Gerberbruch und dann etwa 5 Min. Fußweg über Küterbruch und Lohgerberstr
Zum Parken: Parkhaus auf der Holzhalbinsel (Gaffelschonerweg) oder Parkplatz Slüterstraße

Den Flyer gibt’s hier.

Bibelwettbewerb 2020 gestartet

Die Justizministerin Katy Hoffmeister, zuständig auch für Kirchenangelegenheiten, lädt die Schüler*innen des Landes dazu ein, beim 8. Bibelwettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern mitzumachen. Das Motto lautet: „Aufsteh’n, Losgeh’n. Was bewegen.“ In ihren Beiträgen können Schüler*innen zeigen, wie wichtig es ist, aktiv zu werden und sich zu engagieren. Der Wettbewerb findet in drei Alterskategorien von der 1. bis zur 12. Jahrgangsstufe statt.

Anmeldeschluss ist der 30. November 2019, die Beiträge sind bis zum 15. Januar fällig. Im Mai 2020 werden in Neubrandenburg die Sieger*innen des Bibelwettbewerbs gekürt.

Der Religionslehrerverband Mecklenburg-Vorpommern ermuntert Sie, sich mit Ihren Klassen an der Aktion zu beteiligen!

Weitere Infos und den Flyer zur Aktion finden Sie auf dem Bildungsserver MV.

Unmut um neues Schulgesetz

Die Landesregierung bemüht sich um die schnelle Verabschiedung eines neuen Schulgesetzes. Das Gesetz mit dem Ziel, Inklusion besser umzusetzen, ist nicht unumstritten. Auch der Religionslehrerverband Mecklenburg-Vorpommern hat eine Stellungnahme zum Schulgesetz abgegeben, in der wir unsere Bedenken zum gegenwärtigen Entwurf zum Ausdruck bringen. Wir kritisieren z.B.

  • Beim Übergang an das Gymnasium darf nicht allein der Notendurchschnitt am Ende der Orientierungsstufe zählen. In der vorliegenden Fassung des Entwurfs endet Inklusion in der 6. Klasse.
  • Dringend müssen Fort- und Weiterbildungsangebote zur Umsetzung von Inklusion geschaffen werden.
  • Mecklenburg-Vorpommern fehlt es an Ausbildungsmöglichkeiten in den Förderschwerpunkten körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen und Hören.
  • Im Gesetzentwurf enthaltende Sprachregelungen in Bezug auf das vorläufige Bestehen von Förderzentren für Schüler*innen mit besonders ausgeprägtem sonderpädagogischen Förderbedarf sind noch nicht hinreichend präzise definiert.
  • Der zeitliche Mehraufwand, der durch die von uns ausdrücklich befürwortete inklusive Beschulung entsteht, muss in einem veränderten Lehrerarbeitszeitmodell Berücksichtigung finden.

Wir erkennen die Bemühungen des Landes, individuelle Förderung sowie gemeinsames und inklusives Lernen zu fördern an und begrüßen diese Entwicklung ausdrücklich. Der Entwurf des Sechsten Gesetzes zur Änderung des Schulgesetzes ist unserer Ansicht nach jedoch nicht geeignet, dieses Anliegen in der nötigen Konsequenz umzusetzen. Etliche Schritte sind noch nicht konsequent genug gedacht und vorangebracht. Hier wünschen wir uns vom Land mehr Stringenz und Mut zur Veränderung..

Mit diesem Gesetzesentwurf endet Inklusion im Wesentlichen nach der Orientierungsstufe. Wir fordern das Land nachdrücklich auf, auch für die Sekundarstufen ein tragbares Konzept zur inklusiven Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf zu entwickeln. Zweifelsohne bedarf es dafür die Einrichtung von Inklusion als Querschnittsthema in der Ausbildung von Lehrkräften aller Schulstufen und -arten, sowie aller Phasen der Lehrerbildung.

Geanau nachlesen können Sie unsere Stellungnahme hier.

Einen guten Start ins Jahr 2019 wünscht der Religionslehrerverband

Auch im Jahr 2019 bieten wir Ihnen die Chance, sich fortzubilden und mit anderen Religionslehrer_innen zu vernetzen. Nehmen Sie z.B. Teil an unserer Fortbildung „RU tut gut! Tag für Religionslehrer*innen“ am 29. März zum Thema „Gemeinsam Sprache finden. Religionsunterricht zwischen Konfessionslosigkeit und Interreligiösem Dialog“ in Rostock, unserer Kanutour am 17. und 18. August auf der Peene oder unserer Mitgliederversammlung bei den 20. Tagen der Religionspädagogik MV am 2. Novemberwochenende in Plau am See.

Weitere Infos und Anmeldeinformationen unter vorstand[at]ru-tut-gut.de

Viel Freude bei allem Neuem und Geduld gegenüber dem Alten wünscht

Ihr Religionslehrerverband M-V e.V.